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SUNfarming-Blütenmischung für die Artenvielfalt in der Photovoltaik

  • 15. Nov. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Im SUNfarming-Forschungs- und Entwicklungszentrum in Rathenow, Deutschland, wurde in diesem Sommer unter unseren Solarmodulen eine speziell für uns zusammengestellte Blumenmischung mit Regenwasserbewässerung ausgesät. Diese hat sich dank der guten Wasserversorgung prächtig entwickelt.


Gemäß GAEC 8 (Guter Agrarökologischer Zustand) darf eine Stilllegungsfläche erst im September beweidet oder gemäht werden. Für diese agrarpolitische Vorgabe kombiniert SUNfarming Blütenwiesen mit Agrar-Photovoltaik. Die Spezialmischung enthält über 40 verschiedene Wildblumensamen. Darunter befinden sich verschiedene Kleearten, Wiesen-Glockenblume, Schlangenwurz, Mohn, Echte Pastinake und Wiesen-Salbei. Die Wildblumenkomponente der SUNfarming-Mischung ist REWISA-zertifiziert (Regionales Wildpflanzensaatgut). Verschiedene Gräser in der Mischung erhöhen die Futterqualität und die Weideeignung. Sie verbessern die Bodenstruktur, unterdrücken Unkraut und sorgen für eine Anpassung an trockene oder feuchte Böden.


Für Biodiversitätsflächen mit natürlicher Artenvielfalt eignen sich Agri-Photovoltaikanlagen, deren unterste Kante ca. 2,1 m hoch ist. Generell sollten ausgesäte Wildkräuter sich über Samen selbst vermehren. Ein Mähen oder Mulchen sollte daher erst nach der Samenbildung oder gar nicht erfolgen.


Aufgrund der Beschattung und des daraus resultierenden kühleren Klimas ist die Verdunstung unter den Modulen erheblich reduziert. Selbst zwischen den Modulreihen wirken die von den Modultischen geworfenen Schatten dem Austrocknen entgegen. Unter den Modulen entwickeln sich Blütenpflanzen im zweiten Standjahr stärker und können sehr lange blühen. Die Regenwasserverteilung wirkt sich positiv aus; in diesem Bereich gedeihen Pflanzen auf leichten Böden besser.


„Aus meiner Sicht lohnt es sich unter Agri-PV-Anlagen, eine sehr vielseitige Mischung zu verwenden, die sich an die Umgebung anpassen kann (unterschiedliche Beschattung, unterschiedlicher Boden, unterschiedliches Klima je nach Standort, sogar innerhalb der Anlage). Es sollten nicht nur einzelne Gräser/Blütenpflanzen verwendet werden. Es können sowohl trockenheitstolerante als auch feuchtigkeitsliebende Pflanzen eingesetzt werden“, erklärt Michael Bleiker, SUNfarming-Projektleiter am Forschungs- und Innovationszentrum Rathenow.


Die für SUNfarming hergestellte Wildblumenmischung ist nun auch unter dem Markennamen SUNfarming B1 bei „Samen Schwarzenberger“ erhältlich.

 
 
 

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